Aus der Gemeinderatsitzung im Februar

Der Gemeinderat hat den Entwurf des Gefahrenzonenplanes genehmigt und damit eine wichtige Grundlage für den Schutz vor Naturgefahren geschaffen. Zudem wurde das Ausführungsprojekt für die energetische Sanierung des Vereinshauses „Unterwirt“ in verwaltungstechnischer Hinsicht genehmigt, um Fördermittel für die Umsetzung zu beantragen. Weitere Themen waren unter anderem Verordnungsanpassungen, geplante Projekte sowie die Diskussion über eine mögliche Radwegverbindung entlang der Schennaerstraße.

Veröffentlichungsdatum:

04.03.2026

Lesedauer

2 Minuten

Kategorien
Besprechungen mit den Technikern über den Gefahrenzonenplan

Beschreibung

Genehmigung des Entwurfs des Gefahrenzonenplanes

Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung ausführlich mit dem Entwurf des Gefahrenzonenplanes befasst. Die beauftragten Fachtechniker Dr. Corrado Lucarelli (Patscheider & Partner, Koordination, Wassergefahren und Lawinen) und Dr. Geol. Lucas Pagliarini (Massenbewegungen, Alpin Geologie) stellten die Vorgehensweise sowie die untersuchten Gebiete vor und erläuterten die Einstufung in unterschiedliche Gefahrenzonen für Wassergefahren, Lawinen und Massenbewegungen.

Der Gefahrenzonenplan wurde als dynamisches Instrument beschrieben, das bei Ereignissen oder nach der Umsetzung von Schutzbauten angepasst werden kann. In roten Zonen ist bei Bauvorhaben die Vereinbarkeit mit der bestehenden Gefährdung nachzuweisen. Geologische Gutachten bleiben weiterhin erforderlich, wenn Eingriffe in den Untergrund erfolgen.

Der Entwurf des Gefahrenzonenplanes wurde vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.

Grundstein für die Finanzierung der energetischen Sanierung des Vereinshauses „Unterwirt“ gelegt

Der Gemeinderat hat das Ausführungsprojekt für die energetische Sanierung des Vereinshauses „Unterwirt“ in verwaltungstechnischer Hinsicht genehmigt. Damit schafft die Gemeinde die Voraussetzung, um Fördermittel aus dem EFRE-Programm sowie um Beiträge aus dem „Conto Termico“ anzusuchen. Ohne diese Finanzierungen wäre eine Umsetzung des Projekts in der vorgesehenen Form nicht möglich.

Die Sanierung ist aufgrund festgestellter Mängel an der Haustechnik sowie mehrerer Wärmebrücken notwendig. Analysen haben ergeben, dass das Vereinshaus energetisch zu den größten Verbrauchern der Gemeinde zählt und derzeit das Gebäude mit dem höchsten Energieverlust darstellt. Ziel ist eine umfassende Gesamtsanierung zur deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz und zur Erreichung des Klimahaus-Standards B.

Geplant sind unter anderem die Anpassung und Sanierung der thermosanitären Anlagen, die Installation einer Wärmepumpe sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Erneuerung der Elektroanlagen und der Beleuchtung sowie eine umfassende Innendämmung des Gebäudes. Auch in Bezug auf Brandschutz sind einige Anpassungen an die neuen Bestimmungen notwendig. Im Untergeschoss ist zusätzlich ein Feuchtigkeitsschutz vorgesehen. Zudem sollen Fenster und Türen erneuert werden, um die Luftdichtheit und Energieeffizienz weiter zu verbessern.

Im Gemeinderat wurde auch die Verhältnismäßigkeit einzelner Maßnahmen diskutiert. Dabei wurde klargestellt, dass die vorgesehenen Eingriffe notwendig sind, um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen. Sollte die beantragte Finanzierung nicht gewährt werden, wird auf Basis des vorliegenden Projekts geprüft, ob alternative, reduzierte Maßnahmen umgesetzt werden können.

Weitere Punkte und Themen aus der Gemeinderatssitzung

Der Gemeinderat passte die Verordnungen über die Vermögensgebühr für Konzessionen, Ermächtigungen oder Werbemaßnahmen sowie die Vermögensgebühr für Konzessionen für Besetzungen auf Märkten an die neuen gesetzlichen Bestimmungen an. Auch die Verordnung über die Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) wurde entsprechend aktualisiert.

Bekanntgegeben wurden zudem anstehende Projekte und Veranstaltungen, darunter die Vorstellung der Machbarkeitsstudie „Moar Wies“, die Eröffnung des Schenner Langes sowie die Präsentation der Ergebnisse des Gemeindeentwicklungsprogramms.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die geplante Radwegverbindung entlang der Schennaerstraße ein. Ein erster Vorschlag liegt vor, Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sind geplant. Diskutiert wurden unter anderem mögliche Alternativrouten, Sicherheitsaspekte – insbesondere im Hinblick auf Kinder – sowie die Abstimmung mit der Gemeinde Meran und Fragen einer einheitlichen Beschilderung.

Weitere Themen betrafen den Zustand und die Finanzierung von Straßen- und Fußwegen, den Stand der Beitragsansuchen für die Turnhalle, geplante Ausweichstellen in Richtung Hofweg / Hasenegg sowie soziale Fragestellungen wie Altersarmut und Einsamkeit.

Kontakt

Gemeinderat

ERZHERZOG-JOHANN-PLATZ 1, 39017 SCHENNA+39 0473 945 621info@schenna.eu

Weitere Informationen

Zuletzt aktualisiert: 04.03.2026, 12:03 Uhr

Entdecken

Bekanntmachungen

Ausschreibungen, Bekanntmachungen von Wettbewerben und weitere Informationen für Bürger*innen und Unternehmen....

News

Aktuelle Informationen über Veranstaltungen und das kulturelle Leben in der Gemeinde.