Schwerpunkt der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2025 war der Haushaltsvoranschlag.
Zu Beginn der Sitzung wurde die letzte Bilanzänderung des Haushalts 2025 ratifiziert, die zuvor bereits vom Gemeindeausschuss genehmigt worden war. Diese basiert auf höheren Einnahmen, unter anderem aus der Gemeindeimmobiliensteuer, der Aufenthaltsabgabe, Dividendenausschüttungen, Beiträgen und Förderungen. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen notwendige Anpassungen bei den laufenden Ausgaben und fließen zudem in wichtige Investitionen. Vorgesehen sind unter anderem das zweite Baulos der Abwasser-, Trink- und Löschwasserleitungen in Tall sowie Honoraranpassungen für die Planung der energetischen Sanierung des Vereinshauses.
Anschließend genehmigte der Gemeinderat die Aktualisierungen des einheitlichen Strategiedokuments für die Jahre 2026 bis 2028. In diesem Zusammenhang stellten Bürgermeisterin Annelies Pichler und Gemeindesekretärin Birgit Sulser die Eckdaten des Haushaltsvoranschlags vor, mit den Einnahmen und Ausgaben, Gebühren für Trinkwasser, Abwasser und Müll, Beiträge an Vereine, bestehende Darlehen sowie geplante Investitionen. Dabei wurde auch auf die geänderten Rahmenbedingungen der Gemeindenfinanzierung hingewiesen.
Der Haushaltsvoranschlag 2026 wurde in der Folge vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Das Gesamtvolumen beträgt 14,3 Millionen Euro, davon entfallen etwa 10,3 Millionen Euro auf laufende Ausgaben. Für Investitionen stehen rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.
Für Spielplätze und das Altersheim sind 185.000 Euro eingeplant. Im Bereich Spielplätze soll die Planung für die „Moarwies“ beginnen, der Spielplatz Rebenpark wird aufgewertet und der Belag des Bolzplatzes in Verdins erneuert. Im Altersheim ist die Anschaffung eines Systems zur Aktivitätsüberwachung von Seniorinnen und Senioren vorgesehen, wofür ein Landesbeitrag beantragt wird. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Straßen, Plätze und Mobilität, für den insgesamt 635.000 Euro vorgesehen sind. Davon werden 250.000 Euro für die Finanzierung von Arbeiten am ländlichen Wegenetz eingesetzt. Zudem sind 60.000 Euro als Beitrag der Gemeinde für die Verlegung der Mittelspannungsleitung in Tall vorgesehen. Für erste Schritte zur Umsetzung des Mobilitätsplans wurden 50.000 Euro zweckgebunden. Weitere 190.000 Euro sind für den Bereich Trink- und Abwasser vorgesehen, unter anderem für ein Trinkwasserprojekt beim Lahner. Alle Kapitel wurden wie jedes Jahr mit einer Basisfinanzierung ausgestattet, um bei Bedarf flexibel reagieren zu können, bis weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.
Genehmigt wurden auch die Haushaltsvoranschläge der freiwilligen Feuerwehren für das Jahr 2026. In diesem Zusammenhang dankte die Bürgermeisterin den Feuerwehren für ihren verlässlichen ehrenamtlichen Einsatz.
Ebenso bestätigte der Gemeinderat die bisherigen Freibeträge und Steuersätze der Gemeindeimmobiliensteuer für das kommende Jahr.
Nicht im Haushaltsvoranschlag enthalten, aber im Gemeinderat thematisiert, wurden mehrere größere Vorhaben. Dazu zählen insbesondere der Neubau der Turnhalle im Schulzentrum, dessen Kosten derzeit mit rund sieben Millionen Euro beziffert werden, die Sanierung der Masulbrücke sowie die energetische Sanierung des Vereinshauses. Für diese Projekte sollen Anfang des Jahres 2026 Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten gesichert und anschließend die Umsetzung vorbereitet werden.
Zusätzlich wurde ein weiterer Tagesordnungspunkt aufgenommen: der Grundsatzbeschluss zur Kapitalerhöhung der Meran-2000-Bergbahnen AG. Nach einer ausführlichen Diskussion über Wirtschaftlichkeit, Umweltaspekte, Sommertourismus und die strategische Bedeutung des Skigebiets als Naherholungsraum wurde der Beschluss mit 11 Ja-Stimmen und 3 Nein-Stimmen angenommen.
Zum Abschluss der Sitzung gab Bürgermeisterin Annelies Pichler einen Ausblick auf das Jahr 2026. Sie informierte über den Stand wichtiger Infrastrukturprojekte, die Weiterarbeit am Gemeindeentwicklungsprogramm sowie die bevorstehende Genehmigung des Gefahrenzonenplans.
Abschließend dankte die Bürgermeisterin dem Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Ein besonderer Dank galt der Gemeindesekretärin Birgit Sulser für die intensive Arbeit im gesamten Jahr und insbesondere während der arbeitsintensiven Phase der Erstellung des Haushaltsvoranschlags.